Immobilisation im Rettungsdienst

Unter Immobilisation versteht man im Rettungsdienst und in der Notfallmedizin die Ruhigstellung einzelner Körperregionen oder des gesamten Körpers, um weitere Verletzungen zu vermeiden und einen sicheren Patiententransport zu ermöglichen.

Ziel der Immobilisation ist es, Bewegungen nach Trauma oder bei Verdacht auf Verletzungen der Wirbelsäule oder Extremitäten zu reduzieren und dadurch mögliche Folgeschäden zu minimieren.

Je nach Verletzungsmuster, Patientenzustand und Einsatzsituation kommen unterschiedliche Immobilisationssysteme zum Einsatz.

 

Systeme zur Immobilisation im Rettungsdienst

In der präklinischen Notfallversorgung werden verschiedene Systeme zur Immobilisation verwendet, die je nach Einsatzlage einzeln oder kombiniert angewendet werden.

Dazu gehören insbesondere:

Halskrausen & Stifneck-Systeme

Halskrausen – auch als Cervicalstützen oder Stifneck-Systeme bezeichnet – dienen der Stabilisierung der Halswirbelsäule bei Verdacht auf HWS-Verletzungen.

Sie gehören zur grundlegenden Ausstattung im Rettungsdienst und werden häufig bereits in der frühen Patientenversorgung eingesetzt.

Halskrausen & Stifneck-Systeme finden Sie hier.
 

Rettungskorsetts & Rettungs-Boa

Rettungskorsetts (KED-Systeme) kommen insbesondere bei der technischen Rettung zum Einsatz, wenn Patienten aus Fahrzeugen oder engen Räumen schonend in sitzender Position gerettet werden müssen.

Auch moderne Systeme wie die Rettungs-Boa dienen der kontrollierten Stabilisierung und Patientenrettung in anspruchsvollen Einsatzsituationen.

Rettungskorsett & Rettungs-Boa finden Sie hier.
 

Splintschienen & Immobilisationsschienen

Splintschienen werden zur Immobilisation von Extremitätenverletzungen eingesetzt und ermöglichen eine schnelle Stabilisierung von Armen, Beinen oder Gelenken.

Zu den bekanntesten Systemen zählen formbare Universalschienen wie die SAM Splint.

Splintschienen & Immobilisationsschienen finden Sie hier.
 

Vakuummatratzen

Vakuummatratzen dienen der Ganzkörper-Immobilisation und werden insbesondere bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen eingesetzt.

Durch den erzeugten Unterdruck passt sich die Matratze optimal an den Patienten an und sorgt für eine gleichmäßige Stabilisierung während des Transports.

Vakuummatratzen für den Rettungsdienst finden Sie hier.
 

Vakuumschienen

Vakuumschienen dienen der Immobilisation einzelner Extremitäten und ermöglichen eine stabile Fixierung durch Unterdruck.

Sie werden häufig ergänzend zu Splintschienen eingesetzt und kommen insbesondere bei Frakturen oder Gelenkverletzungen zum Einsatz.

Vakuumschienen finden Sie hier.

 

Wann wird welche Immobilisation eingesetzt?

Die Auswahl des passenden Immobilisationssystems richtet sich nach Verletzungsmuster, Patientenzustand und Einsatzsituation.

Typische Anwendungen sind:

  • Halskrausen bei Verdacht auf HWS-Verletzungen
  • Rettungskorsetts bei technischer Rettung aus Fahrzeugen
  • Splint- oder Vakuumschienen bei Extremitätenverletzungen
  • Vakuummatratzen bei Ganzkörper-Immobilisation und Polytrauma

In vielen Fällen werden mehrere Systeme miteinander kombiniert, um eine möglichst vollständige und sichere Patientenversorgung zu gewährleisten.
 

Immobilisation in der präklinischen Notfallversorgung

Die Immobilisation ist ein zentraler Bestandteil der präklinischen Traumaversorgung im Rettungsdienst.

Bereits an der Einsatzstelle wird entschieden, welche Systeme zur Stabilisierung des Patienten notwendig sind. Ziel ist eine möglichst schonende Rettung und Vorbereitung auf den sicheren Transport in die weiterführende medizinische Versorgung.

Je nach Einsatzlage werden Halskrausen, Schienensysteme, Rettungskorsetts oder Vakuumsysteme miteinander kombiniert.
 

Kombination verschiedener Immobilisationssysteme

In der Praxis ergänzen sich die verschiedenen Systeme der Immobilisation gegenseitig.

Typische Kombinationen sind:

  • Halskrause + Vakuummatratze
  • Splintschiene + Vakuumschiene
  • Rettungskorsett + anschließende Ganzkörper-Immobilisation

Durch die Kombination mehrerer Systeme kann die Patientenversorgung individuell an die jeweilige Einsatzsituation angepasst werden.
 

Ziel der Immobilisation

Alle Immobilisationssysteme verfolgen das gleiche Ziel:

  • Vermeidung zusätzlicher Bewegungen
  • Schutz von Wirbelsäule und Extremitäten
  • sichere Vorbereitung des Patiententransports
  • Reduktion möglicher Folgeverletzungen

Die passende Immobilisation trägt entscheidend zu einer sicheren und professionellen Patientenversorgung im Rettungsdienst bei.

Alle Produkte zur Notfallausrüstung finden Sie in unserer Übersicht.